Herzlich Willkommen auf dem Portal der Floristischen Kartierung in Deutschland

Das "Deutschlandflora-Portal" bildet die zentrale Online-Plattform der Floristischen Kartierung in Deutschland. Das Portal wird vom Verein "Netzwerk Phytodiversität Deutschlands e.V. (NetPhyD)" unter fachlicher Beteiligung der "Gesellschaft zur Erforschung der Flora Deutschlands (GEFD)" betrieben.

Ziel ist es, floristische Kartierungsdaten bundesweit zusammenzuführen und sichtbar zu machen. Dabei richtet sich dieses Angebot gleichermaßen an amtliche und ehrenamtliche Organisationen, wie auch an interessierte Einzelpersonen.

Nach einer einmaligen Registrierung, die jedermann offensteht, können Sie Ihre eigenen Verbreitungsdaten in standardisierten Erfassungsdialogen, oder mittels Hochladen von geeigneten Datenpaketen in das System einbringen. 

Setzen Sie damit Ihre eigenen Daten in einen bundesweiten Kontext, tauschen Sie sich mit einem umfassenden Experten-Netzwerk aus und helfen Sie dabei mit, Veränderungen in der Verbreitung und der Bestandssituation der Farn- und Samenpflanzen zu dokumentieren.

Das Portal ist kein Daten-Krake: es räumt Ihnen weitreichende Rechte ein selber zu steuern, wer in welcher Qualität und welchem Umfang Zugriff auf Ihren Datenbestand erhalten soll.

Sie sind neugierig geworden? Probieren Sie es aus! Für Neueinsteiger stehen einige kurze Bildschirmvideos  und eine umfassende Anwenderdokumentation bereit. Diese zeigen Ihnen wie Sie sich am Portal registrieren und wie Sie Ihre ersten Daten bereits nach wenigen Minuten eingegeben haben.

Die häufigsten Fragen zum Deutschlandflora-Portal haben wir darüber hinaus in einer FAQ-Liste zusammengetragen. Parallel dazu stehen Ihnen dauerhaft Ansprechpartner für fachliche und technische Fragen zur Nutzung des Portals sowie eine umfassende Dokumentation zur Seite.

Sie benötigen Unterstützung? Sprechen Sie uns an.

Für fachliche Fragen:

Dr. Steffen Caspari: s.caspari@umwelt.saarland.de

Detlev Metzing: Detlev.Metzing@bfn.de

Rudolf May: Rudolf.May@bfn.de

Für technische Fragen:

Jürgen Brück und Achim Später: support@deutschhlandflora.de

Deutschlandflora – eine offene Plattform für die Gruppenarbeit mit beliebigen Organismengruppen

Sie sind eine regional oder bundesweit organisierte Kartiergruppe mit ehrenamtlichem Hintergrund und einem mehr oder minder umfassenden Datenbestand? Sie möchten weg von einer verinselten Datenerfassung mit veralteten Desktop-Programmen, die sie in ihrer Arbeit behindern. Sie streben eine gemeinsame Erfassungsumgebung (offen oder geschlossen) im Internet für alle ihre Kartierer an? Sie möchten Ihre Datenbestände in einen bundesweiten Kontext anderer Projekte und Aktivitäten stellen?

Mit einer eigenen Kartiergruppe gehen Sie im Deutschlandflora-Portal schnell und unkompliziert an den Start.

Sie möchten ein regionales Kartierprojekt über eine längere Zeitspanne hinweg betreiben oder aufbauen? Dann nutzen Sie einfach die umfassenden Möglichkeiten und methodischen Standards des Deutschlandflora-Portals im Rahmen einer eigenen Kartiergruppe. Innerhalb der Gruppe steuern sie eigenständig den Datenzugriff auf der Mitgliedsebene und realisieren Anpassungen in Formularen und Berichten.

Ein Beispiel für diese Möglichkeit ist das Projekt "Flora von Gießen" Flora von Gießen auf Facebook. Es nutzt das Deutschlandflora-Portal als Kartiergruppe zur Erfassung der in Gießen vorkommenden einheimischen und wild wachsenden eingeschleppten Pflanzenarten.

Ansprechpartner für das Projekt sind Dr. Martin de Jong und Peter Emrich.

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Flora von Gießen

Ziel des Projekts Flora von Gießen ist die Dokumentation der aktuell in Gießen vorkommenden einheimischen und wild wachsenden eingeschleppten Pflanzenarten sowie deren Verbreitung.

Zur Flora von Gießen hier im Portal

 

Ihr eigenes Erfassungsportal im Internet – nutzbar für alle Organismengruppen

Das Deutschlandflora-Portal basiert auf einem äußerst leistungsfähigen, flexibel anpassbaren und modular erweiterbaren Kernsystem. Dieses lässt sich für eine Vielzahl unterschiedlicher Projekte nach dem jeweiligen Bedarf anpassen und erweitern. Dabei ist der Datenhaltung nicht auf die floristische Anwendungsdomäne reduziert, es lassen sich damit Portal-Lösungen für beliebige Organismengruppen realisieren. Individuelle Gruppenportale ermöglichen eine bedarfsgerechte Erfassungs- und Analyseumgebung, in der sich die Anwender schnell zurechtfinden. Keine überbordenden Menüs mit Funktionen und Einstellmöglichkeiten, die nicht benötigt werden und den Anwender nur verwirren. Das BfN unterstützt die Entwicklung von Projektgruppen-Portalen des ehrenamtlichen Anwenderkreises. Bisher wurden drei regionale Projekte bei der Entwicklung eigener Portalsysteme unterstützt. Diese nutzen die zentrale Datenbank und bedienen sich auch der Webseiten-Komponenten, wie sie bereits für das Deutschland-Flora Portal verwendet wurden. Damit lässt sich der zu betreibende Entwicklungsaufwand in vertretbaren Grenzen halten.

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AG Geobotanik Schleswig-Holstein und Hamburg

Die AG Geobotanik verfolgt ein Kartierkonzept, welches im wesentlichen auf zwei Säulen beruht. Die erste Säule ist die punktgenaue Erfassung seltener, gefährdeter und bemerkenswerter Pflanzenarten. Die zweite Säule ist die rasterbasierte Kartierung aller Arten in regionalen Kartierprojekten, welche die Entwicklung der Flora in verschiedenen Naturräumen dokumentiert.

"Das Schleswig-Holstein-Portal wurde von unseren Aktiven gut angenommen, und wir haben damit neue Melderinnen und Melder gewinnen können. Gemäß unserem Kartierkonzept bieten wir eine allgemeine Plattform an, in welche Artfunde punktgenau eingegeben werden, und eigene Gruppenbereiche für unsere Regionalgruppen, die Rasterkartierungen in verschiedenen Regionen durchführen. Die Anpassung des Portals an die bisherige Datenstruktur in Schleswig-Holstein ermöglicht die Kontinuität mit unseren bisher im System WinArt erhobenen Daten. Die Zusammenarbeit mit dem Admin Herrn Brück lief sehr gut. Entscheidend für die Zukunft ist eine kontinuierliche Betreuung und Weiterentwicklung des Portals und der Datenbank sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene. (Katrin Romahn - AG Geobotanik in Schleswig-Holstein und Hamburg e.V.)"

https://flora-sh.deutschlandflora.de

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Botanische Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutschland e.V. (BAS)

Die Erforschung der Pflanzenwelt Südwestdeutschlands, der fachliche Austausch unter den Mitgliedern, Weiterbildung und die Förderung des Interesses an der Botanik und ihrer Nachbardisziplinen sind Ziele der Botanischen Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutschland e.V.

https://botanik-sw.deutschlandflora.de

 
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Mitmach-Flora Ammersee

Das Portal des LBV - Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. zur Mitmach-Flora Ammersee wurde ebenfalls mit Indicia entwickelt und wird zur Erfassung der Daten aus Exkursionen und Kartierprojekten genutzt.

Mitmach-Flora Ammersee

 

 

 

Sprechen Sie uns an! Wir diskutieren mit Ihnen, ob und wenn ja, wie weit wir Sie beim Aufbau einer Kartiergruppe im Deutschlandflora-Portal oder einem eigenständigen Gruppenportal im Internet unterstützen können.

Kontakt:

Rudolf May (Bundesamt für Naturschutz): Rudolf.May@bfn.de

Detlev Metzing (Bundesamt für Naturschutz): Detlev.Metzing@bfn.de

Aufruf zur Mitarbeit

Das Netzwerk Phytodiversität Deutschlands e.V. (NetPhyD) existiert bereits seit über 10 Jahren (Gründungsjahr: 2006). Es hat die Lücke ausgefüllt, die durch den Wegfall der „Zentralstelle für die Floristische Kartierung Deutschlands“ seinerzeit entstanden ist. Ziel war die Gründung einer neuen und zukunftsweisenden Organisation, die sich langfristig um den Fortbestand und die Weiterentwicklung der Floristischen Kartierung Deutschlands kümmert. Das erste sehr engagierte Großprojekt von NetPhyD war der neue Verbreitungsatlas der Farn- und Blütenpflanzen, der zum ersten Mal nach der Wende Gesamtdeutschland umfasst. Die Bearbeitung dauerte mit allen Vor- und Nacharbeiten rund 7 Jahre (von 2007 bis 2014). Unmittelbar nach der Veröffentlichung des Verbreitungsatlasses hat sich NetPhyD der Entwicklung eines modernen Erfassungsportals für die floristische Kartierung in Deutschland gewidmet. Dazu wurde Ende 2016 ein Forschungs- und Entwicklungsvorhaben mit dem Kurztitel „deutschlandflora 2.0“ abgeschlossen. Viele der aktiven Kartierer waren an diesem Entwicklungsprozess beteiligt.

Mit „deutschlandflora 2.0“ wird ein digitales Erfassungsportal bereitgestellt, das zeitgemäß ist und den aktuellen Anforderungen an eine moderne Erfassungssoftware entspricht. Es ist gleichzeitig so aufgebaut, dass es auch in nächster Zeit problemlos aktualisiert und an die neu entstehenden technischen Anforderungen angepasst werden kann. Wir würden uns von Seiten des NetPhyD-Vorstandes und des Projekt-Teams sehr freuen, wenn Sie dieses Angebot rege nutzen würden. Nur eine hohe Nachfrage und intensive Nutzung kann eine langfristige Etablierung und Unterstützung des Portals sicherstellen.

Dr. Andreas Bettinger - 1. Vorsitzender NetPhyD e.V.

Das BfN fördert die Deutschlandflora-Plattform

Die Erhaltung der Biologischen Vielfalt ist heute ein allgemein durch Gesellschaft und Politik anerkanntes Ziel. Umfangreiche und aktuelle Kenntnisse über die Verbreitung der Arten sind eine unabdingbare Grundlage dafür. Eine herausragende Bedeutung haben hier ehrenamtliche Beobachtungen und Datenerhebungen, die seit Jahrzehnten wichtige Beiträge zur Kenntnis über die Verbreitung, Bestandssituation und Gefährdung der Farn- und Samenpflanzen und somit für den Naturschutz liefern.

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) fördert und unterstützt seit Anfang der 90er Jahre ehrenamtlich getragene Projekte zur Erhebung, Zusammenführung und Bereitstellung von Daten zu Vorkommen und Verbreitung der in Deutschland wild wachsenden Farn- und Samenpflanzen. Zentraler Ansprechpartner war dabei die bis Ende der 90er Jahre die an den Universitäten Regensburg, Bochum und Halle angesiedelte „Zentralstelle für die Floristische Kartierung Deutschlands“. Seit 2006 hat der Verein „Netzwerk Phytodiversität Deutschland“ (NetPhyD) die Rolle einer zentralen Koordinationsstelle für die Florenkartierungen in Deutschland übernommen.

Das bis Ende 2016 in einem BfN-Projekt entwickelte System zur online-Erfassung von Kartierungsdaten wird unter der Adresse „deutschlandflora.de“ von NetPhyD betrieben. Es stellt einen neuen und innovativen Baustein zur Unterstützung ehrenamtlicher Projekte dar und wird vom BfN auch über das Projektende hinaus unterstützt. Aufgrund der verwendeten Systemarchitektur eines „Baukasten-Systems“ mit quelloffenen Komponenten, der Trennung von standardisierter Datenhaltung in einem zentralen Datenspeicher (data warehouse) und daran angeschlossenen Erfassungs- und Darstellungsportalen ist eine breite Anwendbarkeit auch über die Florenkartierung hinaus möglich. NetPhyD wird das System mit dem bundesweiten Portal unter deutschlandflora.de als zukunftsfähige Integrationsplattform für die bundesweite Erhebung, Zusammenführung und Darstellung von Daten zu Vorkommen und Verbreitung der Farn- und Samenpflanzen nutzen. Die darin zusammengeführten Verbreitungsdaten werden – abhängig von einer erfolgten Freigabe durch die Kartierer oder Kartiergruppen (s. Nutzungsbedingungen) – räumlich aggregiert auf Quadranten von Messtischblättern (TK25) dem BfN zur Verfügung gestellt. Damit wird eine fortlaufende und dauerhafte Aktualisierung der über FloraWeb bereitgestellten Verbreitungsdaten ermöglicht.

Hervorgegangen ist das Deutschlandflora-Portal aus einem Vorgängerprojekt, in dem umfassende Datenbestände aus Regional- und Bundesländer-Datenbanken zusammengefasst, harmonisiert und validiert wurden. Dabei wurden rasch die Vorteile einer in dieser Form erstmals praktizierten internetbasierten Arbeitsweise erkannt und der Bedarf für eine Verstetigung und funktionale Erweiterung formuliert. Ziel war – neben der Aktualisierung der Bundesdatenbank für FloraWeb – einen ersten gedruckten Verbreitungsatlas für ganz Deutschland zu publizieren, der Ende 2013 erschien.

Mit dem vorliegenden System wird diesem Bedarf Rechnung getragen. Die Realisierung geht dabei aufgrund der ausgewählten Architektur weit über die ursprünglich formulierten Bedürfnisse hinaus und ermöglicht die Anwendbarkeit für beliebige Organismengruppen und die Erstellung gruppenspezifisch gestalteter Portale. Eine breite Nutzung auch über die Anwendung im Rahmen der Florenkartierung ist daher ausdrücklich im Interesse des BfN und wird im Rahmen der Möglichkeiten unterstützt.

Mit dem Smartphone ins Gelände?

Immer häufiger wurde in den zurückliegenden Monaten der Wunsch nach einer Eingabemöglichkeit mittels Smartphone für die Geländearbeit von der Anwenderseite artikuliert. Vor diesem Hintergrund wurde im April 2017 mit der Entwicklung einer Smartphone-App begonnen, die noch in der laufenden Kartierperiode in einer ersten Version angeboten werden soll. Auch diese Technologie soll zukünftig für die Anpassung im Anwendungsfeld von Projektgruppen geöffnet werden. Wir werden Sie an dieser Stelle über die weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

Immer häufiger wurde in den zurückliegenden Monaten der Wunsch nach einer Eingabemöglichkeit mittels Smartphone für die Geländearbeit von der Anwenderseite artikuliert. Vor diesem Hintergrund wurde im April 2017 mit der Entwicklung einer Smartphone-App begonnen, die noch in der laufenden Kartierperiode in einer ersten Version angeboten werden soll. Auch diese Technologie soll zukünftig für die Anpassung im Anwendungsfeld von Projektgruppen geöffnet werden. Wir werden Sie an dieser Stelle über die weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden halten.